Frau Sprung verbindet Yin Yoga und Achtsamkeit und gibt ihre Erfahrungen in Kreuzberg weiter.

Yin Yoga & Achtsamkeit in Kreuzberg

Frau Sprung gibt eine Yin Yoga Klasse mit Achtsamkeitselementen im kleinen feinen Kreis in Berlin – Kreuzberg. Die offene Stunde findet in der Regel montags von 18.45 bis 20.15 Uhr im IVT, Stresemannstr. 21, nahe dem Halleschen Tor statt. Grundkenntnisse sind – wie alles im Yoga – kein Muss. Die Platzanzahl ist sehr begrenzt und eine Anmeldung (per Mail) vorab wichtig. Einzelpreis: 15,- Euro, Sozialpreis: 10,- Euro. Zurzeit sind wir eine Gruppe von ca. 5 freundlichen Yogi*nis und freuen uns über neue Gesichter.

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Was ist Yin Yoga?

Yin Yoga ist eine stille, langsame und meditative Yogarichtung. Hier werden die einzelnen Asanas  passiv mehrere Minuten lang gehalten. Die Muskeln bleiben entspannt. Der Atem fließt ruhig während der Praxis. Yin Yoga wirkt in den tieferen Schichten des Bindegewebes, den Faszien. Es baut auf den fünf Elementen und dem Meridiansystem der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) auf. Im Yin Yoga steht nicht das äußere Alignment im Mittelpunkt, sondern die funktionale Ausrichtung und der Blick nach Innen. Das heißt: Es geht nicht darum, wie eine Asana aussieht. Jede*r Yogi*ni hat einen ganz individuellen Körper, und jede Haltung kann entsprechend der eigenen Flexibilität und Stabilität angepasst werden. Der Fokus liegt auf der achtsamen Wahrnehmung: Was passiert auf körperlicher, emotionaler und mentaler Ebene?

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet, im Moment zu sein, bewusst innezuhalten, sich zu besinnen, einfach da zu sein – mit den Umständen, wie sie sind. Es ist nicht der Flow, der uns erfasst, wenn wir in einer Arbeit komplett versinken, auch nicht die absolute Entspannung, wie wir sie vielleicht im Urlaub erleben. Vielmehr ist Achtsamkeit absichtslose und nicht wertende Aufmerksamkeit. Achtsames Mitgefühl meint eine liebevolle Haltung uns selbst und anderen gegenüber.

Achtsamkeit und Mitgefühl sind an sich nicht schwierig. Es geht nicht darum, einer bestimmten spirituellen Lehre zu folgen, ein*e besonders biegsame*r Yogi*ni zu werden oder irgendwie erleuchtet zu sein. Es sind innere Haltungen, die wir alle kennen und lernen können, die bereits in uns angelegt sind. Sie unterstützen dabei, mit Stress, Krisen und Herausforderungen anders umzugehen und sich selbst im Alltag mit seinen schönen, schattigen und fordernden Seiten aufmerksamer wahrzunehmen.

Wie hängen Yoga und Achtsamkeit zusammen?

In der körperlichen Yogapraxis können wir diese zwei Qualitäten – Achtsamkeit und Mitgefühl – einüben, sie in der Meditation vertiefen und sie später in den Alltag integrieren. Durch die körperliche Anstrengung und die Verbindung von Atem und Asana im Yoga bereiten wir uns auf die Meditation vor. Es wird möglich, unseren Atem, die Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen zu beobachten, ohne dass wir uns in den Wahrnehmungen verstricken oder sie interpretieren. Yoga, Meditation und die Gestaltung eines achtsamen Alltags können eine wichtige Basis für Gesundheit, Stabilität und Weiterentwicklung sein. Die Praxis bietet die Möglichkeit, den Blick immer wieder auf das zu richten, was ist.


 

Von Bremen über New York nach Berlin

Frau Sprungs Yogaweg

Ende der 1990er Jahre machte Frau Sprung ihren ersten Yogakurs an der VHS Bremen (die Unterlagen sind archiviert). Sie kam immer wieder darauf zurück, bis sie Yoga zehn Jahre später in der Schnelligkeit New Yorks neu für sich entdeckte. Gleichzeitig lernte sie das Konzept der Achtsamkeit und des achtsamen Selbstmitgefühls kennen. Sie praktiziert seitdem Yoga in unterschiedlichen Stilrichtungen (vor allem Hatha Yoga, Vinyasa Yoga und Yin Yoga) und ist ihren Lehrerinnen sehr dankbar.

Die Ausbildung zur Hatha Yogalehrerin absolvierte sie bei >> Diana Schöpplein (2015). Es folgte eine Weiterbildung zur Yin Yogalehrerin bei >> Katrin Knauth und >> Wolfgang Riedl (2018). Achtsamkeits- und Mitgefühlsbasierte Meditation hat sie in diversen Kursen, Settings und Traditionen geübt, vor allem aber durch die eigene Praxis im Alltag. Mittlerweile gibt sie ihre Erfahrungen weiter und kombiniert Yin Yoga mit Achtsamkeitselementen. Ein kontinuierliches Dranbleiben, die Teilnahme an Klassen, Workshops und Fortbildungen und das Weiterentwickeln der eigenen Praxis gehören selbstverständlich dazu. Fachjournalistin >> Anja Schreiber hat Frau Sprung zum Thema Yoga und Selbstständigkeit interviewt.

Das Wort ‘kati’ hat im Sanskrit unterschiedliche Bedeutungen, eine davon ist ‚Hüfte’, eine andere ‘wünschen’ und ‘mögen’. Frau Sprung grüßt freundlich aus der Hüfte und wünscht allen Yogis, Yoginis und solchen, die es werden wollen, eine achtsame, entspannte und liebevolle Praxis.

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